Schutzbelüftung Filter, Aktivkohlefilter Typ ABEK, Hepa-Filter H13/H14, Aktivkohleanalysen

Schutzbelüftung Filter - ÖKO-SAN

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Schutzbelüftung Filter

Schutzbelüftungsanlagen Filter


Wir liefern die gesamte Filterausstattung für  hochwertige Schutzbelüftungsanlagen. Bei der Entwicklung neuer Schutzbelüftungsanlagen werden wir vom Hersteller hinsichtlich der Filterkomponenten mit einbezogen.

Achten Sie bei dem Kauf eines Aktivkohlefilters immer darauf, welchen Filtertyp Sie benötigen!
Fragen Sie uns, wir beraten Sie gern !

Alle unsere Filter sind aus zellulosefreien Filtermaterialien erstellt. Die Berufsgenossenschaft Bau fordert von den Schutzbelüftungsanlagenbetreibern immer häufiger einen Nachweis über zellulosefreie Filtermedien. Zellulosehaltige Medien begünstigen einen Bakterien- und Pilzbefall!
Schutzbelüftungsanlagen müssen nach den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGR 128 / BGI 581) einen dreistufigen Aufbau haben:

1. Vorabscheider
Filterklasse M6 (F6) nach DIN EN 779
Der Vorabscheider hat die Aufgabe, die Grobstäube aus der Umgebungsluft abzuscheiden. Dies geschieht entweder über ein Grobstaubfilter oder durch einen Zyklonen (Zentrifugalkraft). Grobstaubpartikel sind Partikel, die noch über die Flimmerhärchen der Nase oder die oberen Luftwege zurückgehalten und wieder abgehustet oder ausgenießt werden können.

2. HEPA-Filter
Filterklasse H13 nach DIN EN 1822
Alle Partikel, die kleiner der Grobstäube sind, gefährden in jedem Fall die Gesundheit der betroffenen Personen. Diese Partikel sind lungengängige Stäube, die ohne entsprechende Filtration in die unteren Bronchien und bis in die Lungenbläschen (Alveolen) eindringen. Von dort können die Partikel nicht wieder ausgeschieden werden und führen zu bleibenden gesundheitlichen Schäden (Silikose / Krebs). Partikelfilter bestehen aus synthetischem oder Glasfasermaterial und werden zum Teil elektrostatisch aufgeladen. Die Partikel lagern sich durch Adhäsion an den Fasern an. Daher können diese Filter nicht durch ausschlagen oder ausblasen gereinigt werden. Über die Adhäsion werden nicht nur feinste Stäube, sondern auch Aerosole, Bakterien, Viren etc. abgeschieden.

3. Aktivkohlefilter
Aktivkohle Typ gemäß DIN EN 141
Aktivkohlefilter haben die Aufgabe, aus dem Atemluftstrom die noch nicht ausgefilterten molekularen, gesundheitsschädlichen gas-, bzw. dampfförmigen toxischen Bestandteile (Schadgase) zu entfernen. Dies geschieht entweder mittels Adsorption oder Chemisorption, je nachdem, wie die einzelnen Schadstoffe auf den Aktivkohletyp reagieren.
Filter für Schutzbelüftung
Bitte beachten Sie, dass nachfolgende Faktoren das Schadstoffaufnahmevermögen von Aktivkohlen negativ beeinflussen können:
Temperatur, Luftfeuchte, großer Volumenstrom und geringe Kontaktzeit, leichtflüchtige Schadgase sowie das Desorptionsverhalten von Aktivkohle und Schadgas können das Adsorptionsverhalten der Aktivkohle negativ beeinflussen. Leichtflüchtige Stoffe werden  bei Temperaturen oberhalb von ca. 65°C wieder desorbiert.

Schutzbelüftungsanlagen: Funktion und Wirkung

Was ist das eigentlich, eine Schutzbelüftungsanlage?
Schutzbelüftungsanlagen  dienen dem Schutz von Personen vor Schadstoffen in einem geschlossenen  Raum. Sie versorgen die Personen mit gefilterter Luft und halten die  Schadstoffe zurück. Dabei durchströmt die kontaminierte Luft mehrere  Filterstufen, um die Grob- und Feinstäube, Schwebstoffe sowie  Schadgase abzuscheiden. Darüber hinaus erzeugen Schutzbelüftungsanlagen  einen Überdruck im Raum, damit keine Kontamination von Außen eindringen  kann.

Funktionsweise einer Schutzbelüftungsanlage
Die  wesentlichen Elemente einer Schutzbelüftungsanlage bestehen aus einem  stabilen Gehäuse, einem elektrobetriebenen Motor mit Lüfter, einem  Vorabscheider für Grob- und Feinstäube, einem Schwebstofffilter und einem Aktivkohlefilter. Ein  leistungsstarker Lüfter, der ca. 1000 Pascal Druckdifferenz überwinden  muß, setzt den Luftstrom in Gang. Die Druckdifferenz setz sich aus dem  Luftwiderstand zusammen, den die einzelnen Filterstufen in Summe  erzeugen. Um die Leistung des Lüfters konstant zu halten, wird bei den  heutigen Anlagen ein elektronisches Steuerungsmodul eingesetzt.

Die  schadstoffhaltige Luft gelangt über einen Ansaugstutzen in das innere  der Anlage. In der Regel wird die Außenluft über einen  Zyklonvorabscheider von Grobpartikeln gereinigt. Durch die zentrifugale  Luftverwirbelung innerhalb des Zyklons „fallen“ die groben Partikel  heraus. Sie sind zu „schwer“, als dass sie vom Luftstrom weitergetragen  werden könnten. Einige Zyklonvorabscheider sind auch in der Lage,  Feinstäube mit Hilfe dieses Verfahrens  abzuscheiden.
Nach  der Abscheidung der Grobstäube, durchströmt die kontaminierte Luft  einen Feinstaubfilter (Filterklasse F) und schließlich einen HEPA-Filter  (Filterklasse H13), der die Schwebstoffe aus der Außenluft filtert. Mit  diesen genannten Filterstufen sind die Partikel aus der  schadstoffbeladenen Luft abgeschieden. Was bleibt, sind die gasförmigen  Schadstoffe.

Die gasförmigen Schadstoffe werden abschließend über  ein Aktivkohlefilter abgeschieden, wobei die Zusammensetzung dieses  Filters aus unterschiedlichen Aktivkohletypen, in der Regel ABEK oder  ABEKHg gemäß DIN EN 141 (vergl. Aktivkohle ÖKO-SAN ) besteht. Die  von einigen Anbietern offerierten Aktivkohlefilter des Typs AB sind  unzureichend, da bei diesem Filtertyp nur organische und anorganische  Schadgase abgeschieden werden können. Alle übrigen Schadgase gelangen  ungefiltert in die Kabine und können schwerste gesundheitliche Schäden  hervorrufen!

Nach  den benannten Filterstufen gelangt die nun gereinigte Luft mit  Überdruck in die Kabine. Der Überdruck verhindert das Eindringen von  schadstoffhaltiger Luft in die Kabine. Bei sachgemäßer Abdichtung der  Kabine bleiben nur kleinste Öffnungen erhalten, die zum Entweichen des  Überdrucks notwendig sind.

Innerhalb der Kabine wird eine zusätzliche Umluftanlage eingebracht, die mit einem HEPA-Filter,  zum Teil in Kombination mit einem Feinstaubfilter, bestückt ist. Die  zusätzliche Umluftanlage filtert die durch Schuhwerk und Kleidung in die  Kabine eingebrachten Schadstoffpartikel heraus. So wird gewährleistet,  dass auch derartige Schadstoffe aus der Kabinenluft entfernt werden und  die Atemluft frei von Schadstoffen bleibt.

Anforderungen an Schutzbelüftungsanlagen
Gemäß  der berufsgenossenschaftlichen Regelwerke BGR 128, BGI 581, BGI 583,  werden an Schutzbelüftungsanlagen mindestens nachfolgende Anforderungen  gestellt:

1. Schutzbelüftungsanlagen sind nur in Kombination mit Klimaanlagen zu betreiben.

2.  Der Fahrerkabine sind mindestens 12 und höchstens 120 m3/h Frischluft zuzuführen.

3.   Der Überdruck in der Kabine soll zwischen 100 und 300 Pascal bei mindestens 20%   Sauerstoff und maximal 0,5% CO2 liegen.

4.   Die Schutzbelüftungsanlagen müssen mindestens aus folgenden Bausteinen bestehen:

4.1    Gebläse

4.2    Vorabscheider (Grob- und Feinstaubfilter und/oder Zyklon)

4.3    Schwebstofffilter (HEPA-Filter H13)

4.4    Aktivkohlefilter  

4.5    Filteraufnahmegehäuse (soll mindestens Schwebstofffilter und Aktivkohlefilter umschließen)

4.6     Die Strömungsrichtung der Atemluft soll nacheinander Vorabscheider, Schwebstofffilter, Aktivkohlefilter passieren

Wartung und Pflege

1.    Regelmäßige Wartung der Schutzbelüftungsanlage durch eine  Sachkundigenprüfung (mindestens einmal pro Jahr eine Überprüfung der  Schutzbelüftungsanlage sowie der Steuerung)

2.   Regelmäßige Überprüfung der Luftschläuche und Kabine auf Leckagen durch den Fahrzeugführer

3.   Tägliche Reinigung der Kabine

4.   Regelmäßiger Tausch der Filterelemente gemäß Angaben des Filterherstellers

5.   Schäden oder Mängel an dem Schutzbelüftungsanlagensystem sind umgehend durch Fachpersonal zu beheben

Einsatzbereiche für Schutzbelüftungsanlagen

Mobile Schutzbelüftungsanlagen für den  Zivilbereich sind Lüftungsanlagen, die zumeist auf mobilen Geräten  (Bagger, Lader, Kompaktoren, Dumper etc.) montiert sind, um den Fahrer  vor toxischen Gasen und Schadstoffen, aber auch vor Gerüchen der  Umgebungsluft zu schützen.

Typische Einsatzfelder sind Sanierungsflächen mit Altlasten, Deponien,  Kompostierungs-  und Sortieranlagen und sonstige mit Schadstoffen belastete  Arbeitsbereiche, auch durch Zelte oder Hallen mit Querlüftung  eingehauste schadstoffangereicherte / kontaminierte Flächen.

Der Betreiber einer Schutzbelüftungsanlage sollte in jedem Fall über die Schadstoffe (Boden-Luftanalyse),  die in dem Arbeitsbereich vorkommen informiert sein, um die geeignete  Schutzbelüftungsanlage und die geeigneten Filter, insbesondere  Aktivkohlefilter einzusetzen.

Fragen Sie uns, wir helfen Ihnen  gern bei der Auswahl einer für Ihre Einsatzbereiche  entsprechenden  Schutzbelüftungsanlage sowie der dazugehörenden Filtermedien. Als  marktführendes Unternehmen in der Schutzbelüftungsfilterherstellung sind  wir in der Beratung sachkompetent und in der Bewertung neutral.
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